Online Casinos in Deutschland erhalten erste Zahlungsblockaden

Online Casinos in Deutschland konnten in den letzten Monaten aufatmen, da sich die Bundesregierung nach einem langen Schweigen für eine Erneuerung des Glücksspielstaatsvertrages entschieden hat und die Lizenzen aus Schleswig-Holstein bis 2021 verlängert werden dürfen. Doch ganz so einfach möchte es der Staat den Betreibern nicht machen und schießt nun – so scheint es auf den ersten Blick zu wirken – nicht gegen Online Casinos, sondern mit Blockaden und untersagten Transaktionen gegen Zahlungsanbieter.

Eine Konsequenz für Online Casinos aus dem gescheiterten Glücksspielstaatsvertrag vom Dezember 2017?

Das Niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport bezieht sich im gesamtem Vorgehen auf die gescheiterte Neuauflage des Glücksspielstaatsvertrages im Dezember 2017. Da die Bundesländer Nordrhein-Westfahlen, Schleswig-Holstein und Hessen den 2. GlüStV (Glücksspielstaatsvertrag) nicht ratifiziert haben, tritt der bisherige GlüStV aus dem Jahr 2011 in Kraft.

Das Ministerium dient hierbei als zentrale Anlaufstelle und beruht sich ausschließlich auf Zahlungsunterbindungen in konkreten Einzelfällen unerlaubter Glücksspielangebote.

Zitat aus dem aktuellen Statement des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres und Sport:

„Die betroffenen Zahlungsanbieter sollen danach vorzugsweise im Rahmen ihrer eigenen Geschäftspolitik („compliance“) sicherstellen, dass ihr Zahlungsmittel nicht für unerlaubtes und bereits untersagtes Glücksspiel zur Verfügung steht.

Angeknüpft wird dabei an die gesetzlichen Verpflichtungen der am Zahlungsverkehr Beteiligten, die insbesondere aus dem Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz und dem Geldwäschegesetz folgen.

Dazu zählt insbesondere die Pflicht zur Überprüfung der Kunden im Hinblick auf die von ihnen ausgeübte Geschäftstätigkeit und die Herkunft der von ihnen transferierten Gelder („Know-Your-Customer-Prinzip“).“

Um welche Zahlungsanbieter es sich hierbei handelt, gibt das Ministerium aufgrund von datenschutzrechtlichen Gründen nicht preis. Bestätigt wird allerdings, dass bereits mit mehreren Finanzinstrumenten im In- und Ausland zusammengearbeitet wird.

Während der Zahlungsverkehr für Online Casinos damit immer mehr in den Mittelpunkt rückt, werden Sportwettenanbieter unter mildernden Umständen behandelt und erhalten demnach keine Zahlungsblockaden. Begründet wird die aktuelle Situation erneut mit dem Scheitern des 2. GlüStV, womit der Bereich Sportwetten „im Rahmen des bestehenden Rechtsrahmens fortgeführt“ wird, so das Ministerium.

Artikel 13 für Zahlungsblockaden im Online Casino?

Ähnlich wie bei der aufbrausenden Verabschiedung des neuen „Upload-Filters“ nach Artikel 13, werden nun auch Zahlungsmittel für Spieler gesperrt, die jedoch nach europäischem Recht in einem Online Casino spielen dürfen. Hier stellen sich uns vor allem zwei Fragen:

  1. Wie soll zwischen Einzahlung für Casino Spiele und Sportwetten unterschieden werden?
  2. Wie wird erkannt, woher auszuzahlende Gewinne stammen?

Schlussendlich müssen wir davon ausgehen, dass gewisse Daten von Kunden erhoben werden müssen, um eine Zahlungsblockade wirklich umsetzen zu können. Wir sind auf jeden fall gespannt darauf, wie sich das Ministerium zum Datenschutz und der Erhebung der benötigen Daten für eine Sperrung äußern wird – oder überhaupt eine Stellungnahme erfolgt.

Fakt ist nämlich, dass die Betreiber von Glücksspiel im Online Casino und auf für Sportwetten alleine aus datenschutzrechtlichen Gründen keine Informationen weiterleiten beziehungsweise preisgeben dürfen. Zur aktuellen rechtlichen Situation von Online Casinos in Deutschland haben wir bereits einen ausführlichen Artikel verfasst.

Fazit: Ist die Zahlungsblockade gegen Online Casinos überhaupt legal?

Für den Fall, dass in Zukunft verschiedene Diensleister für einen Deposit nicht mehr zur Verfügung stehen, haben wir einen ausfürhlichen Beitrag zu aktuellen Zahlungsmitteln im Online Casino verfasst. Wer also weiterspielen möchte und auf einen anderen Anbieter wechseln muss, ist hier bestens informiert.

Wie bereits erwähnt müssen für eine detailierte Nachverfolgung aller Zahlungsvorgänge sämtliche personenbezogene und damit persönliche Daten analysiert werden. Dazu gehören beispielsweise alle Kundendaten oder alle Informationen über sämtliche Spielrunden eines Spielers. Aus Datenschutzgründen dürfen keine Informationen weitergegeben werden, weshalb im Prinzip nur eine Option für das Ministerium bleibt, die sich im legalen Rahmen bewegt: Druck mit Abmahnungen und Strafen.

Wir denken, dass das Ministerium einen großen Druck in Verbindung mit Strafen und Abmahnungen gegen Zahlungsdienstleister aufbauen wird und sich dabei auf bereits öffentlich zugängliche Daten bezieht. Damit sollen die Finanzdienstleister zur eigenverantwortlichen Handlung gezwungen werden, somit die Blockade schlussendlich nicht zu 100% auf das Ministerium zurückverfolgt werden kann. Im schlimmsten Fall, sind die Zahlungsmittel die „Buh“-Männer.

Online Casinos in Holland – Was machen unsere Nachbarn?

Vor kurzem haben wir darüber berichtet, ob Online Casinos in Deutschland klammheimlich verboten worden sind, da die Lage ziemlich unklar und undurchsichtig ist. Ein kurzer Blick auf das Nachbarland Holland zeigt uns jedoch, dass es nicht nur in Deutschland Schwierigkeiten und schwer zu erreichende Meilensteine für eine ordentliche Regulierung von Online Casinos gibt. Welche Stellung haben Online Casinos in Holland im Moment und wie sieht die rechtliche Situation aus?

Marktmonopol vom Holland Casino wird aufgehoben

Schauen wir uns das rechtliche Wirrwarr genauer an, müssen wir feststellen, dass das Holland Casino bisher eine absolute Monopolstellung für Glücksspiel genießt – zumindest aus rein rechtlicher Stellung. Denn Online Casinos, die nicht durch die KSA, also die niederländische Glücksspielaufsicht Kanssspelautoriteit, reguliert werden, gelten offiziell als illegal in Holland. Demnach dürfen die Bürger unseres Nachbarlandes das Unterhaltungsangebot von Online Casinos, die sogar innerhalb der europäischen Grenzen agieren, nicht wahrnehmen.

Aufgrund dieser Gesetzeslage musste sich das Holland Casino bisher keinerlei Sorgen über zu viele “Ausreißer” machen – und das, obwohl das Holland Casino nur lokale Spielunterhaltung und nicht im Internet in Form eines Online Casinos anbietet. Die Digitalisierung ihres Spielangebots hat die Spielhalle offensichtlich verpasst. Umfragen zufolge können 85% der Befragten dennoch das Holland Casino als Spielhalle aus den Niederlanden identifizieren. Auf die Frage, ob in einem von den Niederlanden regulierten Online Casinos lieber gespielt wird als auf illegalen Plattformen wurden äußerst positive Resonanzen für einen Überwachung des Glücksspiels ausgesprochen. Spieler würden sich offensichtlich lieber innerhalb der nationalen Gesetzgebung bewegen.

Im Prinzip ist das Spielen im Online Casino bereits seit 3 Jahren für Holländer verboten und wird als illegal eingestuft. Dennoch gibt es genügend “schwarze Schafe”, die regelmäßig in europäischen Online Casinos wie dem Mr. Green oder dem William Hill spielen. Obwohl der Entscheid der Regierung für eine bessere Regulierung bereits vor 3 Jahren angekündigt und erfolgreich durch die zweite Kammer des Parlaments gegangen war, hing der endgültige Entschluss des Senats bis vor kurzem noch in der Luft.

Niederländische Lizenz auch für europäische Casinos

Nach der 3-jährigen Wartezeit ist die Bewerbungsphase für eine offizielle Lizenz aus den Niederlanden endlich eröffnet. Innerhalb kürzester Zeit kamen über 80 Bewerbungen ins Postfach geflattert, womit klar sein sollte, dass das Interesse sehr groß ist. Inzwischen gibt es Seitens der Behörden strenge Vergaberichtlinien, die ein Online Casino erfüllen muss, um überhaupt eine Lizenz zu erhalten:

  • Der Sitz des Unternehmens muss sich innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraumes oder in einem Staat der EU befinden.
  • Das Online Casino muss Maßnahmen zum Schutz der Spieler etablieren. Dazu gehört vor allem verantwortungsvolles Spiel und Maßnahmen gegen Spielsucht.
  • Es dürfen keine Minderjährigen oder Menschen, die sich selbst für Casinospiele blockiert haben, beim Anbieter spielen.
  • Eine umfangreiche Kooperation mit der KSA ist unumgänglich und muss zu jeder Zeit gewährleistet sein.

Holland möchte mit der Lizenz dem großen Schwarzmarkt im Online Glücksspiel entgegenwirken und gleichzeitig einen ordnungsgemäßen Schutz ihrer Spieler sicherstellen. Es wäre blauäugig zu sagen, dass die Regierung nur im Sinne des Bürgers handelt und sich dadurch nicht zusätzliche Steuereinnahmen verspricht.

Wann kommt die neue Lizenz und was erwartet Online Casinos ohne niederländische Lizenzierung?

Offiziell startet die Vergabe der Lizenzen ab dem 01. Januar 2021, jedoch scheint das Gesetz bereits ab Juli 2020 in Kraft zu treten. Ob diese zeitliche Organisation sinnvoll ist, sei dahingestellt. Augenscheinlich scheint es noch keinen roten Faden zu geben, womit alle Beteiligten durchaus mit verkürzten oder verlängerten Fristen rechnen können.

Online Casinos ohne niederländische Lizenz sind bis zum heutigen Tag und auch in Zukunft in Holland als illegal einzustufen. Wie bisher wird sich die Behörde mit Strafen und Abmahnungen gegen Online Casinos ohne Genehmigung wehren.

Auch in Deutschland erfolgt ein Umschwung der Glücksspielregulierung. Wo Schleswig-Holstein vor einigen Jahre alleine an vorderster Front sich gegen den aktuellen Glücksspielstaatsvertrag ausgesprochen hat, erhält das Bundesland inzwischen enormen Rückenwind von großen Parteien wie der CDU. Dennoch ist die aktuelle rechtliche Situation eher unklar kommuniziert und wird in den nächsten Monaten vermehrt debattiert.

Wie ist unsere Einschätzung zur Vorgehensweise unseres Nachbarn?

Unserer Meinung nach ist die Kommunikation das Problem der langen Verzögerung. Zusätzlich werden in dieser Zeitspanne Anreize an Anbieter und Spieler weitergegeben, in nicht von den Niederlanden lizenzierten Online Casinos zu spielen beziehungsweise Spiele anzubieten. Denn innerhalb dieser 3 Jahre sind sogenannte Südsee Casinos auf den Markt gedrängt und haben sich erfolgreich etabliert.

Weiterhin bewirkt eine derartige Verzögerung einen signifikanten Wettbewerbsnachteil für Anbieter, die sich tatsächlich an das Regelwerk gehalten und auf das Angebot von Gambling-Unterhaltung verzichtet haben. Als Resultat sinkt die Reichweite und Bekanntheit dieser Anbieter drastisch.

Betrachten wir die gesamte Situation – mit allen aktuellen Informationen als Referenz – liegt der Verdacht einer gezielten Manipulation durch das Holland Casino sehr Nahe. Innerhalb von 3 Jahren hat es der Anbieter nämlich nicht geschafft ein Online Casino auf die Beine zu stellen und hat womöglich bis zum letzten Moment versucht, Online Casinos vom holländischen Markt fernzuhalten.

Schlussfolgerung: Nicht nur in Deutschland läuft einiges Schief

Fassen wir alle Informationen zusammen, so liegt es auf der Hand, dass eine ordentliche und angemessene Überwachung nicht von heute auf morgen etabliert werden kann. Zudem sollte das Thema nicht mehr “nebenbei” mal kurz angesprochen werden, sondern mittlerweile sind gezielte Gespräche, eine ordentliche Planung und vor allen Dingen, eine exakte Analyse nicht empfehlenswert, sondern notwendig.

Wir sind uns sicher, dass der öffentliche Druck – in beiden Ländern – steigen wird und wir bereits in naher Zukunft weitere Informationen zum Vorgehen erhalten werden.

Wurden Online Casinos klammheimlich verboten?

Bereits vor einigen Wochen wurden im Parlament der aktuelle Glücksspielstaatsvertrag und der bisherige Alleingang des Landtags von Schleswig-Holstein debattiert. Bei dieser Tagung hat das Bundesland mit eigenmächtiger Glücksspiellizenz vermehrt große Unterstützung durch die Stimme von CDU, FDP, Grünen sowie AfD und SSW erhalten. Als Resultat entstand ein Übergangsgesetz, das Schleswig-Holstein erlaubt, die bisher vergebenen Glücksspiellizenzen für Sportwetten, Online Casinos und Poker bis 2021 zu verlängern beziehungsweise erneuern. Wochen später gibt es keine Anzeichen dafür, dass dies auch wirklich geschehen wird.

Lediglich die Lizenzen für Sportwetten wurden bisher vom Bundesland im Rahmen der Übergangsregelung im Glücksspielstaatsvertrag erneuert, und das, obwohl bereits seit Anfang des Jahres die Lizenzen aus Schleswig-Holstein nicht mehr gültig sind. Wurden Online Casinos dadurch klammheimlich verboten?

Die Medien haben das Übergangsgesetz falsch verstanden

Allem Anschein nach wurde der Kern in den Aussagen auf der Tagung von vielen Medien missinterpretiert beziehungsweise falsch verstanden. Eine Verlängerung der Glücksspiellizenz von Schleswig-Holstein für Online Casinos wurde offensichtlich nicht in Betracht gezogen. Neue Lizenzen für virtuelle Spielhallen will das Bundesland nicht vergeben. Stattdessen soll das Übergangsgesetz die Regulierung von Sportwetten durch selbige Lizenz weiterhin bis 2021 ermöglichen. Zu dieser Zeit sind bereits zahlreiche Lizenzen für Sportwetten vom Bundesland reaktiviert worden.

Wie wichtig ist die Glücksspiellizenz aus Schleswig-Holstein für Online Casinos?

Ohnehin galt die Lizenz nur innerhalb des Bundeslandes und auch nur für Bürger beziehungsweise Bewohner innerhalb dieser Grenzen. Alle anderen Staatsbürger durften nicht auf die Rechtslage der Genehmigung vom nördlichen Bundesland vertrauen.

Neben der Lizenz aus Schleswig-Holstein gibt es mittlerweile zahlreiche europäisch anerkannte Lizenzen, die jedem Bürger in Europa die Teilnahme am Glücksspielangebot eines Online Casinos ermöglichen. Demnach war die Genehmigung vom nördlichen Bundesland ohnehin nicht notwendig, um am Unterhaltungsangebot teilnehmen zu dürfen. Das ist womöglich ein Grund, weshalb der Landtag bisher keine Erneuerung für virtuelle Casinos durchgeführt hat und sich stattdessen auf eine Glücksspiel-Reform konzentriert.

Aktuelle rechtliche Lage für Online Casinos

Da es keine staatlich anerkannte Regulierung für Glücksspiel gibt, gilt die europäische Gesetzgebung und Rechtslage, weshalb Spieler aus Deutschland sich keine Sorgen machen müssen. Das bedeutet, dass jeder Bundesbürger weiterhin am Spiel im virtuellen Casino spielen darf, ohne sich Gedanken über ein Verfahren oder anderweitige strafrechtliche Verfolgung zu machen. Demnach ist die aktuelle rechtliche Situation nicht allzu kompliziert. Wichtig ist nur, dass in Online Casinos mit gültiger europäischer Lizenz gespielt wird.

Womit ist bis 2021 zu rechnen?

Den Aussagen politischer Größen wie Hans-Joachim Grote zufolge, will die Politik “den legalen entgeltlichen Spielkonsum auf einen angemessenen Umfang” beschränken und bis 2021 eine einheitliche Richtlinie für Glücksspiel einführen. Diese soll jedoch nicht im selben Desaster wie der aktuelle Glücksspielstaatsvertrag enden, sondern durch eine Reform und die Einrichtung einer Behörde für die Regulierung kontrolliert etabliert werden. Diese Aussage überschneidet sich auch mit dem bisherigen Informationsfluss des Norddeutschen Rundfunks.

Für Sportwetten seien beispielsweise monatliche Limits beim Einsatz und strengere Regeln zu Live-Wetten ein Fokus für die Überwachung. Gezielt formulierte Ziele für das Glücksspiel im Online Casino gebe es jedoch noch nicht, weshalb ein Ableben von Online Casinos, vor allem aus dem europäischen Bereich, in naher und entfernter Zukunft sehr unwahrscheinlich ist.

Glücksspielstaatsvertrag – nur Sportwetten legal?

Viele Bundesländer wollen die gesetzliche Grundlage für Sportwetten regeln. Doch wozu wird ständig das Theater um Sportwetten erneut entfacht? Mit der neuen Grundlage sollen die Tippspiele aus der Grauzone geholt werden. Hierzu sollen alle Anbieter eine Lizenz beantragen und einheitliche Regeln befolgen. Bereits jetzt gibt es Widersacher, wie Schleswig-Holstein oder Hessen, die dieses Theater nicht länger hinnehmen möchten und auf eine neue Grundlage verzichten wollen.

Während einer Bundesligapartie sehen Zuschauer oftmals die Werbebanner der verschiedenen Buchmacher, welche Onlinewetten anbieten. Inzwischen agieren verschiedene Anbieter auch als Sponsor von Vereinen oder haben eine eigene Halbzeitshow. Das dieses Vorgehen immer neue Tipper anlockt ist unumstritten. Täglich schließen Kunden der Buchmacher bis zu fünf Millionen Wetten auf den Sport ab. Dies geschieht zumeist im Internet am heimischen Rechner oder mit dem mobilen Endgerät. Auch Wettshops sind in Deutschland noch vorhanden und bieten die Wettabgabe an.

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Für ein großes Aufsehen sorgte der Wettanbieter Tipico. Durch die Werbung mit dem Rekordmeister FC Bayern München und dem Ex-Welttorhüter Oliver Kahn konnte sich das Unternehmen einen Namen machen und besitzt inzwischen zahlreiche Tipper in seinen Reihen. Dass es sich bei diesem Unternehmen mit dem Sitz in Malta handelt, wissen jedoch nur die wenigsten Tipper. Jeder Tippschein der bei Tipico platziert wird, bewegt sich in einem nahezu rechtsfreien Raum.

Doch damit soll nun endgültig Schluss sein. Sportwetten sollen reguliert und damit gewissermaßen legalisiert werden. Auf dieses Vorgehen haben sich die 16 Bundesländer nach einem jahrelangen Streit nun geeinigt. Der Dritte Glücksspieländerungsstaatsvertrag sieht vor, dass jedes Wettportal eine bundesweit gültige Lizenz erhält. Der Vertrag soll am 21.März zur Ministerpräsidentenkonferenz vorgetragen und im Anschluss unterzeichnet werden.

Jahrelanges Hin- und Her soll beendet werden

Die vereinbarte Lösung soll nun das beenden, was seit vielen Jahren als dauerhaftes Hin und Her im Sportwetten Bereich bezeichnet wird. Bereits 2011 hatten sich die Länder darauf geeinigt, Konzessionen an private Anbieter vergeben zu wollen. Das Problem bei diesem Vorgehen? Eine Obergrenze, sodass nur 20 Anbieter zugelassen werden sollten. Insgesamt bewarben sich 73 Unternehmen, von denen nach einer ersten Vorauswahl 35 übrigblieben. Im Anschluss wurde das Verfahren gestoppt, da sich zahlreiche Anbieter über das undurchsichtige Verfahren beschwerten, vor Gericht zogen und Recht bekamen. Der Prozess wurde daraufhin komplett eingestellt und bislang wurde nicht eine einzige Lizenz vergeben.

Suchtbeauftragte sind empört über die Verharmlosung des DFL

Sportwetten haben inzwischen ein positives Image und gehören bei vielen Jugendlichen zum Alltag. Dies ist den Wettportalen auch dank der DFL (Deutschen Fußball Liga) gelungen, da zahlreiche Anbieter in Kooperation mit dem DFL stehen.

Genau dieses Vorgehen und die Verharmlosung, dass Sportwetten als die harmloseste Form des Glücksspiels dargestellt wird, verärgert Suchtbeauftragte. Aber selbst Ilona Füchtenschnieder, Vorsitzende vom Fachverband für Glücksspielsucht, ist nicht generell gegen Sportwetten. Vielmehr solle das Tippen unter Aufsicht angeboten werden, sodass ein Problemfall schneller ausfindig gemacht werden kann.

Warum geht das Gezerre um Sportwetten immer weiter?

So illegal und gefährlich ist die Sportwetten Szene für viele nicht. Immerhin bietet der Großteil der Buchmacher das legale Wetten mit einer europäischen Glücksspiellizenz an. Somit bewegt sich sowohl der Wettanbieter, als auch der Tipper nicht in einer Grauzone. Zudem muss man Deutschland inzwischen seit 7 Jahren vorhalten, dass es zu unfähig ist, die Gesetze zu verschärfen.

Ein weiterer Punkt der oftmals von Buchmachern angeführt wird, ist die 5% Wettsteuer, die von allen deutschen Tippern an den Staat geleistet wird. Wettportale sind inzwischen so fortgeschritten, dass die Wettsteuer bereits auf dem Wettschein angezeigt wird. So übernimmt der Buchmacher die Zahlung an den Staat und der Tipper muss sich um nichts kümmern. Dieses Vorgehen beweist doch, dass sich Wettanbieter, auch wenn sie im Ausland sitzen, an die Regeln halten und das ganze Thema nur aufgeputscht wird.

Auch vor dem Datenschutz wird nicht Halt gemacht

Im letzten Jahr wurde eine neue Datenschutzrichtlinie eingeführt, die bei vielen Deutschen für Verwirrung sorgte und bis heute nicht klar ist. Auch dieses Vorgehen soll nun mit Füßen getreten werden, da jeder Tipper nur noch 1.000,00 Euro im Monat einsetzen darf. Lustigerweise sollen die Daten an einer zentralen Stelle gesammelt werden.

Hessen und Schleswig-Holstein besitzen keinerlei Interesse an dem Vorgehen

Zwei der Bundesländer haben bereits deutlich gemacht, dass das geplante Vorgehen „nicht richtig“ unterstützt wird. Hessen und Schleswig-Holstein sind für Spieler die Hochburg in Deutschland. Schleswig-Holstein vergibt sogar als eines der wenigen Bundesländer gültige Lizenzen aus Deutschland.

Warum sollte sich in diesem Vorgehen etwas ändern? Sofern es doch einmal zu Schwierigkeiten mit einem Buchmacher kommt, bieten viele Anlaufstellen Hilfe an und vermitteln zwischen den Parteien.

Fazit – Darum ist die Neuerung nur für den Staat wichtig

Man kann es drehen und wenden – wichtig ist dem Staat bei diesem Vorgehen nur eines; das Kassieren! Sportwetten sind inzwischen gesellschaftlich akzeptiert und die Diskussionen sind völlig belanglos für Tipper. Auch die Europäische Union zweifelt an dem Vorgehen und hat Deutschland bereits des Öfteren gerügt.

Online Casinos bieten ihren Spielern ebenfalls den Echtgeld-Einsatz an, sollen aber nicht reguliert werden. Die Logik an diesem Vorgehen, welches klar gegen Sportwetten gerichtet ist, ist aus unserer Sicht eine einzige Lachnummer. Oder wie oft stand in den Medien das ein Tipper Haus und Hof eingesetzt hat. Sofern es eine einheitliche Lizensierung geben wird, reibt sich am Ende nur einer die Hände – der Staat. Auch ist zu erwarten das immer mehr Buchmacher den deutschen Tippern das Wetten auf Sport untersagen werden, wodurch auch die Wettsteuer bei diesen Buchmachern nicht beantragt werden kann.

Medienaufsichten setzen Werbeverbot gegen Online Casinos durch

Zahlreiche Online Casinos sind in Deutschland nicht erlaubt und bieten das Spielen somit illegal an. Viele Casinos bewerben im TV ihre Slots – dies soll nun ein Ende haben!

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Eine einheitliche Regelung zwischen Gesetz und Wirklichkeit scheint in Deutschland in weite Ferne gerückt zu sein. Besonders wenn man die TV-Werbung zahlreicher Online Casinos betrachtet, die eigentlich in Deutschland ihr Dienste nicht anbieten dürften. Dennoch gibt es mehr als hundert Anbieter für Casinoautomaten, auf denen im Internet gespielt werden kann.

In den letzten Jahren wurden zahlreiche neue Plattformen über das TV und Radio beworben. Genau dies soll nun ein Ende haben. Die Medienaufsicht der Länder hat sich in einem gemeinsamen Brief an Radio und TV-Sender gerichtet und mitgeteilt, dass die Werbung von Online Casinos verboten ist!

Konsequenzen für TV-Sender die sich nicht an das Werbeverbot halten

In dem gemeinsamen Schreiben der Medienaufsicht heißt es, dass Glücksspielangebote im Fernseher und Hörfunk nach geltender Rechtslage nicht erlaubt seien und höchstrichterliche bereits mehrfach festgestellt wurde. Der Brief schließt mit der Bitte, das Verbot bei künftigen Platzierungen von Werbung zu beachten. Dieses Schreiben wurde an insgesamt 500 Sender geschickt und ist auf den 25. Februar datiert.

Einer der betroffenen Sender ist DMAX. Hier warben Online Casinos mit ihrem Angebot. Eine Sprecherin von DMAX sagte auf eine Anfrage, dass man davon ausgehe, dass die Angebote und somit auch die Werbung rechtmäßig seien.
Die Medienaufsicht stellte bereits klar, dass man sich gegen Sender, die sich nicht an das Werbeverbot halten, verwaltungsrechtlich vorgehen wird.

Schleswig-Holstein bietet Lizenzen und das Spielen

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Der Spalt zwischen Realität und den Gesetzen wird durch Schleswig-Holstein dargestellt. Als Teil von Deutschland müsste auch hier ein Werbe- und Spielverbot gelten. Anders als andere Bundesländer, stellt Schleswig-Holstein jedoch Lizenzen für das Glücksspiel aus.

So konnten sich Casino-Anbieter bis zum Februar auf eine „Sonderreglung“ berufen, die es ihnen erlaubt in Schleswig-Holstein lebenden Personen das Angebot eines Online Casinos wahrnehmen zu können. Da diese von Schleswig-Holstein in Eigenregie ausgerufene Sondererlaubnis jedoch erloschen ist, gilt auch hier nun das Verbot.

Weitere Glücksspiellizenzen aus Deutschland?

Neben Schleswig-Holstein, welches bereits vor dem Jahreswechsel die anderen Bundesländer darüber informierte, dass es weiterhin Online Casinos anbieten möchte, arbeitet auch die Kieler Landesregierung an einer neuen Möglichkeit, dass Spielen in Casinos dank einer Lizenz erlauben zu können.

Somit rückt eine landesübergreifende Lösung in weite Ferne und ist in Zukunft auch nicht vorstellbar. Aber auch das Vorgehen aus Schleswig-Holstein und Kiel wird sicherlich auf Gegenwind treffen und ebenfalls nur schwer umzusetzen sein.

Wird der Staat wirklich gegen Fernsehwerbung von Online Casinos vorgehen?

Wieder einmal kommt die Diskussion über Werbung von Online Casinos auf. Der durch YouTube und Twitch bekannte und bei vielen Jugendlichen beliebte „MontanaBlack“ sorgte mit Aussagen zu Online Casinos für viel Missverständnis und soll dabei auch Jugendliche unter 18 angesprochen haben. Für dieses Vorgehen erntete er einen massiven Shitstorm im Netz und sorgte auch bei der Politik für Aufsehen. Hier stellt man sich die Frage, ob Online Casinos Fernsehwerbung oder Werbung über Streaming Portale überhaupt schalten dürfe.

Was war der Auslöser für eine Diskussion?

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MontanaBlack ist der beliebteste deutsche YouTuber und streamt oftmals auch auf Twitch.tv. Neben zahlreichen Spielen, die während des Streams gezeigt werden, nimmt MontanaBlack auch gerne sein Reallife mit in den Stream und redet über seine Vergangenheit und Gegenwart.

Zuletzt wurden jedoch immer wieder Videos hochgeladen, die Casino Content verbreiteten und somit auch mit unter 18-jährigen in Kontakt kamen. Dadurch das MontanaBlack hohe Gewinne erhielt, kam der Verdacht einer „neuen Werbeart“ für Casinos auf.

Auf YouTube und Twitch gibt es zahlreiche Channels, auf denen Casino Content verbreitet wird. Einen Shitstorm erhielt MontanaBlack jedoch ausschließlich, da der Großteil seiner Community minderjährig sei. Der Vorwurf lautet also, dass er mit seinen Videos viele seiner Abonnenten, von denen die meisten Minderjährig sind, zum Glücksspiel verführt.

Warum werden solche Videos auch für Minderjährige im Netz angeboten?

Ein Grund warum Minderjährige im Internet auf solche Videos zugreifen können ist, dass es nicht verboten ist dies zu tun. Dies liegt unter anderem daran, dass Deutschland keine allgemeingültige Regulierung besitzt und somit jeder tun und lassen kann, was er will.

Zwar wird auf YouTube und Twitch angezeigt, dass es sich um Content für über 18-jährige handelt, doch mit einigen Tricks wissen dies inzwischen auch Minderjährige zu umgehen.

Ein Beispiel, welches zum Nachdenken anregen sollte

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Auf keinen Fall wollen wir das Spielen von Minderjährigen unterstützen, dies vorab! Dennoch sollte man in Deutschland grundlegend über eine Regelung für Werbung nachdenken. Auch Spiele die ab 18 Jahren zugänglich sind, werden oftmals von deutschen Jugendlichen gespielt und sogar öffentlich gestreamt. Auch Sportwetten sind inzwischen gesellschaftlich angekommen, sodass täglich bis zu 5 Millionen Tipps auf verschiedene Sportarten gesetzt werden. Auch hier gilt natürlich – Finger weg sofern das 18. Lebensjahr noch nicht erreicht ist.

Einen Werbeverbot für Online Casinos in Aussicht zu stellen, schadet nicht nur den Anbietern, sondern im Endeffekt auch dem Staat, der weniger Einnahmen erzielen kann. Sofern man sich zu einem Werbeverbot gegen das Casinospielen entscheidet, sollte man auch bedenken, dass Konsolen- und Computerspiele, die ab 18 sind ebenfalls nicht mehr beworben werden dürfen. Auch die Sportwetten Branche würde mit einbezogen werden. Zahlreiche Buchmacher besitzen bereits ein Sponsoring bei Fußball-Teams oder TV-Sendern wie SKY. Eine Regelung würde zahlreiche Einbußen mit sich bringen, wodurch man andere Lösungsansätze suchen sollte.

Was ist eigentlich Werbung? Online Casinos weisen auf das Mindestalter hin!

Egal ob im TV ein Buchmacher oder Online Casino seine Wetten oder Slots bewirbt, in jedem Fall wird darauf hingewiesen, dass das Spielen erst mit dem vollendeten 18. Lebensjahr möglich wird. Eine genaue Überprüfung seitens der Anbieter geschieht ebenfalls bei der Anmeldung, sodass alles möglich unternommen wird, um Minderjährige vom Spielen oder Tippen abhalten zu können.

Ob eine Werbung in der ein Online Casino so ausschlaggebend für einen Minderjährigen ist, sei dahingestellt. Jugendliche werden im TV mit so vielen Faktoren kontaktiert, dass man keine genaue Bilanz ziehen kann, ob eine Werbung für eine Anmeldung ausschlaggebend ist.

Reicht es eigentlich, nur gegen Fernsehwerbung vorzugehen?

Sofern der Staat sich entscheidet gegen Fernsehwerbung vorzugehen, sollte er auch im Hinterkopf die zahlreichen weiteren Formate haben. Gerade Minderjährige sind inzwischen eher selten vor dem Fernseher anzutreffen. Vielmehr ist das Internet die neue Anlaufstelle für Jugendliche um sich austauschen zu können und ihre Freizeit mit Spielen oder Videos vertreiben zu können.

Eine Regelung die gegen die Fernsehwerbung von Online Casinos greifen würde, könnte die Werbung eher ins Internet verschieben. Auch hier wäre der Staat gezwungen, eine Regelung zu finden, was sich aus unserer Sicht als nicht einfach gestalten wird.

Ist Werbung für das Spielen in einem Online Casino wirklich illegal?

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Wie bereits erwähnt, geraten auch Minderjährige immer mehr in Kontakt mit Spielen oder Videos, die ab 18 Jahren sind. Illegal ist dies nicht, da es in Deutschland keine einheitliche Regelung gibt und somit alles publiziert werden darf.

Das Spielen in einem Online Casino oder einem Videospiel, welches ab 18 Jahren ist, wird jedoch überwacht und ist in diesem Sinne illegal. Gerade Online Casinos achten darauf, dass der Spieler über 18 Jahre alt ist, damit das Spielen legal wird.

Ebenfalls sind wir bereits darauf eingegangen, dass TV-Werbung sicherlich nicht der ausschlaggebende Punkt für eine Anmeldung in einem Online Casino ist. Vielmehr sind es Videos, die hohe Gewinne in Aussicht stellen und das Risiko eines Echtgeldverlustes komplett außenvor lassen. Genau gegen solche Dinge sollte der Staat vorgehen und den Minderjährigen die Risiken eines Aufenthalts im Casino aufzeigen. Auch sollte eine strengere Regelung für Streaming Portale gefunden werden, sodass Content der ab 18 Jahren zugänglich ist, nicht für Minderjährige aufrufbar sein sollte.

Exklusiver Bonus im Magic Red Casino

Zum Magic Red Casino haben wir vor kurzem einen Erfahrungsbericht veröffentlicht. Nun haben wir ein zusätzlich ein exklusives Angebot für das Magic Red Casino. Der Anbieter hat sich für neue Spieler einen besonderen Bonus ausgedacht, der im Grunde keine Wünsche mehr offenlässt. Als Willkommensgeschenk bekommen neue Kunden im Magic Red Casino einen Einzahlungsbonus im Wert von bis zu 500 Euro. Da es sich um einen 200 Prozent Bonus handelt, bedeutet das, dass die Einzahlungssumme bis zum Maximalbetrag verdoppelt wird. Lediglich 250 Euro sind einzuzahlen, wenn es der Maximalbonus sein soll. Das Gratisguthaben ist aber nicht alles, was neue Spieler nach ihrer Anmeldung erhalten. Zusätzlich zum Bonusbetrag gibt es von 100 Freispiele für ausgesuchte Slots.

Exklusives Bonus Angebot im Europa Casino

Das Europa Casino haben wir ja schon umfangreich getestet. Nun haben wir für Besucher von onlinecasinosdeutschland.de ein besonderes Angebot: im Europa Casino wartet auf Neukunden ein exklusives Bonusangebot. Bis zu 500 Euro können sich Casinospieler mit ihrer Einzahlung sichern – und das bei einem 200 Prozent Bonus. Für die maximale Bonussumme müssen somit lediglich 250 Euro eingezahlt werden. Der Bonus lässt sich in Echtgeld umwandeln und wird dem Spieler nach Erfüllung der Umsatzbedingungen voll und ganz gehören. Obendrein gewährt das Europa Casino 100 Freespins für ausgewählte Spielautomaten. Gute Voraussetzungen also, um bestens ausgerüstet ins Spiel einzusteigen. Nicht nur die erste Einzahlung wird im Europa Casino honoriert – auch Bestandskunden werden mit wechselnden Promotionen und Bonusaktionen verwöhnt.

William Hill kauft Casino-Plattform Mr. Green

Der börsennotierte britische Buchmacher William Hill will seine internationale Expansion vorantreiben und hat daher die Online-Plattform Mr Green übernommen. 278 Millionen Euro investiert der global agierende Buchmacher in die Übernahme des schwedischen Erfolgsunternehmens, um sich für die Zeit nach dem Brexit zu rüsten. William Hill will sich mit dem strategischen Zukauf deutlich internationaler ausrichten, insbesondere um Wachstumsmöglichkeiten außerhalb des derzeit schwierigen Glücksspielspielmarktes im Vereinigten Königreich zu nutzen.

“Diese geplante Übernahme beschleunigt die Diversifizierung von William Hill – und erschafft uns sofortigen Zugang zu einem digitaleren und internationaleren Geschäft”, erläutert Philip Hillcock, Hauptgeschäftsführer von William Hill. Es gehe nun darum, die erfolgreichen Strukturen der Mr Green Gruppe zu nutzen. Vor allem die Nutzung des maltesischen Firmensitzes von Mr Green bedeutet für William Hill einen starken Wachstumsimpuls.

William Hill ist in Deutschland eher für Sportwetten bekannt. Das von uns getestete Eurogrand Online Casino gehört übrigens auch zur William Hill Gruppe.

Die Marke Mr Green hat Bestand

Seit dem Jahr 2008 hat das Online-Casino Mr Green seine Popularität kontinuierlich ausgebaut und sich zu einer starken Marke etabliert. Die 10-jährige Erfolgsgeschichte feierte das schwedische Unternehmen in diesem Jahr mit einer Reihe lukrativer Bonusaktionen. Auch nach der Übernahme durch William Hill wird Mr Green als eigenständige Marke erhalten bleiben. Die Mr Green Gruppe wird von der Malta Gaming Authority (MAS) reguliert, ist zudem in Italien und Großbritannien mit entsprechenden Glücksspiellizenzen zugelassen und verfügt über eine Casino-Lizenz für Dänemark sowie eine für Sportwetten in Irland.

Die Übernahme von Mr Green durch William Hill ist eine von vielen in der lebendigen internationalen Glücksspielbranche. Pragmatic Play hat sein Portfolio erst im Juli um die zur Novomatic Gruppe gehörenden Studios von Extreme Live Gaming erweitert. Die Kunden in den Online-Casinos bekommen von den Übernahmen wenig mit: erst, wenn sich die Firmenlogos an den Spieltischen verändern, werden unternehmerische Entscheidungen für jedermann ersichtlich. An der Qualität der Casino-Spiele ändert sich jedenfalls nichts.

Neuausrichtung für William Hill unausweichlich

Für William Hill war die strategische Neuausrichtung unausweichlich. Aufgrund neuer gesetzlicher Regelungen und ansteigender Steuern musste das britische Traditionsunternehmen, das immerhin bereits seit 1934 am Markt agiert, seine Gewinnprognosen für das aktuelle Geschäftsjahr deutlich senken. Schätzungsweise zwischen 225 und 245 Millionen Britische Pfund wird William Hill erwirtschaften, im vergangenen Geschäftsjahr waren es noch 291,3 Millionen GBP.

Die britische Regierung ging hart gegen sogenannte „Fixed Odds Betting Terminals“ (kurz FOBTs) vor. An derartigen Automaten können Kunden Wetten mit festen Quoten abschließen. Betrug die obere Grenze für einen Wetteinsatz bisher 100 Pfund, liegt das Limit nach der Neuregelung nur noch bei 2 GBP. Die enormen Einbußen bei den Betreibern solcher Automaten gehen einher mit geringeren Steuereinnahmen des Staates, der diese Verluste durch eine signifikante Erhöhung der Besteuerung von Gambling-Unternehmen auszugleichen versucht.

William Hill blickt für das zweite Halbjahr auf eine Verringerung der Online-Nettoerlöse in Höhe von fünf Prozent sowie bei den Wettbüros um vier Prozent zurück. Insgesamt stieg der Online-Nettoumsatz bis zum 23. Oktober des laufenden Jahres allerdings um vier Prozent, bei einem gleichzeitigen Umsatzrückgang in den Wettbüros um vier Prozent. Durch eine Neuausrichtung und das Anbieten alternativer Spieloptionen sollen Umsatzeinbußen zukünftig wieder ausgeglichen werden. Im Fokus steht vor allem die Legalisierung von Sportspielen in mehreren Bundesstaaten der USA. Dort stiegen die Nettoerlöse im Jahresverlauf bisher um starke 36 Prozent.

Durch die Übernahme von Mr. Green erweitert der Buchmacher William Hill sein internationales Portfolio. Nicht zuletzt, weil Mr Green ab dem nächsten Jahr eine der neuen schwedischen nutzen wird, die dann für den Betrieb von Online-Casinos in dem skandinavischen Land erforderlich sein werden. Insgesamt sollten die Gewinnprognosen von William Hill für das kommende Geschäftsjahr deutlich positiver ausfallen.

MontanaBlack und sein Online Casino Stream (für Jugendliche)

Der Youtuber MontanaBlack bekommt seit kurzem ein ungewohntes Maß an Aufmerksamkeit, das ihm allerdings nicht gefällt. Einen wirklichen Kern bei der Diskussion gibt es nicht. Montanablack hat in seinem Stream Werbung für Online Casinos gemacht, soviel steht fest. Dafür hat er den üblichen Shitstorm geerntet. Bevor wir von onlinecasinosdeutschland.de unsere Sicht auf die Ereignisse schildern und die dahinter liegenden Probleme und mögliche Lösungen besprechen, müssen wir erst einmal klären, um was es bei dem Skandal eigentlich geht.

Foto: giga.de
MontanaBlack hat immer wieder Videos ins Netz gestellt, in denen er im Online Casino Deutschland spielt und hohe Beträge gewinnt. Meist hat es sich bei diesen Videos um Streams gehandelt, was bedeutet, dass er eine Live-Übertragung seines Spiels im Casino mit seinen Zuschauern geteilt hat. Youtube-Kanäle mit ähnlichen Inhalten gibt es viele. Weswegen nun aber ein regelrechter Shitstorm auf MontanaBlack einprasselt, ist die Tatsache, dass ein signifikanter Teil seiner Zielgruppe minderjährig ist. Der Vorwurf lautet, dass er mit seinen Videos viele seiner fast 1 Million Abonnenten, von denen die meisten Minderjährig sind, zum Glücksspiel verführt.

Im Nachfolgenden möchten wir nicht auf Aussagen von Gegnern dieser Videos oder MontanaBlack selbst eingehen, sondern einzig unsere Gedanken zum Thema mit unseren Lesern teilen.

Onlinecasinosdeutschland.de unterstützt derartigen Inhalt nicht

Wir möchten an dieser Stelle ganz klar Abstand zu dieser Art der Vermarktung von Online Casinos nehmen. Das hat mehrere Gründe, von denen einer ganz besonders ins Gewicht fällt. Glücksspiel ist, egal in welcher Form, ab 18. Eine wissentliche und insbesondere willentliche Zurschaustellung von Glücksspiel, ausgenommen dokumentarischen und bildenden Hintergrunds, die sich an Minderjährige richtet, ist schlicht und ergreifend inakzeptabel. Der Schutz Minderjähriger ist uns ein großes Anliegen und das „anwerben“ Kinder und Jugendlicher ist unserer Meinung nach moralisch nicht vertret- und tolerierbar.

Ganz besonders dann nicht, wenn die zur Schau gestellten Gewinne ganz offensichtlich gefaked und somit nicht echt sind. Hier wird ganz gezielt versucht, Jugendlichen vorzutäuschen, in Online Casinos könne man innerhalb kürzester Zeit und ohne jegliche Risiken reich werden.

Warum gibt es solche Videos?

Weil sie nicht verboten sind. An dieser Stelle könnte man ganz einfach fordern, dass jeder Videoinhalt mit Glücksspiel generell verboten wird. Stattdessen werfen wir lieber einen Blick auf die Ursache des Problems und stellen einen möglichen Lösungsansatz vor.

Es gibt in Deutschland keine allgemeingültige Regulierung für Online Casinos, wie es in unzähligen anderen europäischen Ländern der Fall ist. Lediglich das Online Casino Deutschland operiert, zumindest für Bürger aus Schleswig-Holstein (denn nur dort greift sie), mit einer deutschen Glücksspiellizenz, ausgestellt von besagtem Bundesland. Eine einheitliche Glücksspiellizenz, die für ganz Deutschland gilt, gibt es nicht. Daher greift für alle Bürger, die nicht in Schleswig-Holstein leben und in einem Online Casino spielen, europäisches Recht und somit die Regulation von Malta.

In allen Ländern, in denen es eine allgemeine Regulierung gibt, nimmt der Schutz Minderjähriger eine sehr wichtige Rolle ein. Da es diese in Deutschland nicht gibt, liegt der erste wichtige Schritt darin, dass sich das Online Casino Deutschland einer freiwilligen Regulierung mit strengen Auflagen unterwirft und derartige Kooperationen sofort unterbindet.

Langfristig kann das natürlich nicht die Lösung sein. Seit vielen Jahren ist das Thema Online Casinos in Deutschland stark umstritten und eine Lösung wird nicht gefunden. Wir von onlinecasinosdeutschland.de richten hiermit einen klaren Appell an die Länder, endlich eine einheitliche Regulierung von Online Casinos in Deutschland zu schaffen und eine allgemeine deutsche Glücksspiellizenz zu verfassen. Diese kann das Streamen von Casino-Videos schlicht verbieten und damit einen um Längen verbesserten Spieler- und Minderjährigenschutz gewährleisten.

Hier noch einmal alles Wichtige zusammengefasst:

  • Schutz von Minderjährigen hat oberste Priorität
  • Casino Videos mit auffallend vielen und hohen Gewinnen sind gefälscht und haben nur das Ziel, Kunden zu werben und oftmals auch Minderjährige anzulocken
  • Eine gesamtheitliche Regulierung in Deutschland kann Abhilfe schaffen und ist notwendig
  • Mittelfristig sollten sich Casinos wie das Online Casino Deutschland einer freiwilligen und strengen Regulierung unterwerfen