Glücksspiel in Schweden – alles Verboten?

Der skandinavische Glücksspielmarkt gilt schon immer als Vorreiter für diese Branche und existiert bereits viele Jahre. Viele bekannte Anbieter wie das Leo Vegas Online Casino haben in Schweden ihren Ursprung. Aus diesem Grund sollte man eine gute Regulierung erwarten dürfen, allerdings entwickelt sich die gerade in die falsche Richtung. Vor kurzem hat die Aufsichtsbehörde Spelinspektionen weitere sehr strenge Regeln folgen lassen. Diese werden bisher eingehalten, doch viele befürchten, dass es lizenzierten Glücksspielanbietern in Schweden zu schwer gemacht wird.

Kann sich eine zu strenge Regulierung negativ auf den Spielerschutz und den gesamten Markt auswirken? Ist in Schweden bald alles verboten?

Deutschland befindet sich seit ungefähr 10 Jahren vor einem “Umbruch” in der Glücksspielregulierung. Was in Ländern wie Dänemark seit Jahren reibungslos funktioniert, könnte in Deutschland erst im Juli 2021 eintreten – eine geregelte und konkurrenzfähige Glücksspielregulierung mit attraktiven Chancen für internationalen und nationalen Wettbewerb. Bisher scheinen sich die Ministerpräsidenten allerdings – in gewohnter Manier – nicht einigen zu können. Möglicherweise lohnt sich ein Blick richtung Norden, wo es gelungen ist, Anreize sowohl für Anbieter als auch für Spieler zu setzen? Allerdings meinen wir damit nicht Schweden, sondern Dänemark, das seit 2012 Glücksspiele erfolgreich reguliert. Die Anreize werden so ausgewogen gesetzt, dass es auch für neue Anbieter möglich ist, in den Markt einzutreten und Spielern ein gutes Spielerlebnis zu bieten. Für Spieler läuft der Anreiz, in unregulierten Casinos zu spielen gegen Null.

Einnahmen sinken – Regulierung in Schweden inzwischen zu streng?

Ein anderes Nordland, nämlich die Schweden, tun sich deutlich schwerer mit einer Regulierung. Die Einnahmen des Staates aus Glücksspielen sinken. Die Pläne der schwedischen Regierung versprachen, dass über 90% der Spieler in Online Casinos sich im regulierten Markt befinden werden, wenn weitere Maßnahmen umgesetzt werden. Stattdessen sind es aktuell 85 bis 87 Prozent. Diesen Kritikpunkt greift vor allem die BOS (Branchenföreningen för Onlinespel, also die Vereinigung von Glücksspiel Anbietern) auf. Die Regulierung soll lizenzierte Betreiber zu hart treffen und durch äußerst strenge Vorschriften attraktive Angebote nahezu unmöglich machen.

Was kann Deutschland hieraus lernen? Ein klarer Anreiz für ein gutes System muss demnach ein wettbewerbsfähiges Umfeld sein, dass zwar reguliert wird, aber dennoch Freiheiten in wichtigen Bereichen erhält. Eine gute Entwicklung ist ein ideales Zusammenspiel zwischen Überwachungsbehörden, Regeln und Marktteilnehmern. Ohne Marktteilnehmer lässt sich nichts regulieren geschweige denn Geld verdienen, weshalb eine attraktive Regelung und Überwachung für beide Seiten unabdingbar ist. Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung ist die Gründung einer separaten Behörde sowie annehmbare Regeln und Lizenzen.

Schwedische Regierung unbeeindruckt – weitere Verbote in den Startlöchern

Geplant ist, bestimmte Glücksspielprodukte komplett zu verbieten bzw. so weit einzuschränken, dass es einem Verbot gleichzusetzen ist (ähnlich wie beim Alkohol in Schweden). Auch ein Werbeverbot befindet sich in greifbarer nähe und wird in Zukunft allem Anschein nach umgesetzt. Die Beschwerden des Fachverbandes und BOS scheinen vorerst gehörlos unterzugehen. Dennoch wünschen sich viele Anbieter, dass die Behörden ihren Fokus lieber auf den nicht lizenzierten Markt legen, anstatt konzessionierten Anbietern auf die Füße zu treten.

Exkurs: Dänische Glücksspielregulierung im Vergleich

In Dänemark werden Sportwetten und Online Casinospiele voneinander über zwei separate Lizenzen getrennt. Beide Lizenzen verfügen über strikte Richtlinien und Vorgaben für Bonusangebote und Marketing. Beispielsweise müssen Spieler immer mindestens 60 Tage Zeit für die Erfüllung der Bonusbedingungen haben.

Weiterhin gibt es ein System für Ruhepausen, genannt: ROFUS. Das System funktioniert wie eine Art Limitierung. Es darf nur eine bestimmte Menge an Geld pro Tag/Woche/Monat verspielt werden. Hierbei gilt ROFUS einheitlich für alle Online Casinos, weshalb gesperrte Spieler sich in keinem Internetcasino einloggen können, solange die Ruhepause läuft. Es gibt also ein einheitliches Sperrsystem, das auch für Deutschland denkbar wäre. Auflagen zu Kinder- und Jugendschutz gibt es ebenfalls.

Zusätzlich gibt es eine steuerliche Belastung für Glücksspielbetreiber sowie verschiedene Gebühren. Dadurch profitiert auch der Staat deutlich vom millionenschweren Markt. Allerdings nicht so sehr, dass es für Marktteilnehmer schwierig ist, das Geschäft profitabel zu gestalten.

Deutschland – Augen auf

Wie Anfangs erwähnt wird bereits seit 10 Jahren versucht ein reguliertes Glücksspielmonopol in Deutschland aufzubauen. In dieser Zeit wurden zwar Ansätze und Vorschläge abgeliefert und breitgetreten, diese entsprachen aber in keinster Weise einer konkurrenzfähiger Regulation. Dabei gibt es doch die besten Beispiele für eine Überregulierung und Erfolgsgeschichten direkt vor der Tür. Wünschenswert wäre es, wenn unsere Minister einen Blick nach Norden werfen würden und dabei nicht nur das beständige System sondern auch die aktuellen Entwicklungen berücksichtigen.

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Über den Autor Markus Belz
Mein Name ist Markus Belz und bin zum Fachmann in Sachen Online Casinos geworden. Ich schaue bei den Anbietern genau hin und teile auf onlinecasinosdeutschland.de mein Wissen und meine Erfahrungen aus der Welt des Online Glücksspiels.

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