PayPal stellt Zahlungen für Gambling ein

In jüngster Vergangenheit haben wir bereits über mögliche Zahlungsblockaden zwischen deutschen Spielern und Online Casinos gesprochen, die vom niedersächsischen Innenministerium ausgesprochen wurden. Jetzt wird es Realität, zumindest für den Zahlungsdienst PayPal. Behörden haben den Dienstleister, mehrerer Quellen zufolge bereits im Juni, angewiesen seinen Zahlungsverkehr strikter zu prüfen und schlussendlich nicht legale Transaktionen zu Glücksspielangeboten zu unterbinden. 

Hierzu gehören vor allen Dingen Online Casinos. Zusätzlich zum Druck von Behörden gibt es Klagen gegen Zahlungsdienstleister, die eine Rückzahlung für verlorenes Geld anstreben. Unternehmen hinter Zahlungsmitteln seien dazu verpflichtet illegale Zahlungen zu unterbinden. Bisher sprachen sich Landesgerichte für Zahlungsdienstleister aus.

PayPal Zahlungsabwicklungen für in Deutschland tätige Online Casinos ab Oktober untersagt

Der Finanzkonzern aus den USA gerät unter Druck. Nun hat das Unternehmen seine AGB’s im Paragraf „Verbotene Aktitivitäten“ um einen Punkt ergänzt:

“Nutzung der PayPal-Services im Zusammenhang mit Angeboten, die an Ihrem jeweiligen Aufenthaltsort nicht legal sind, einschließlich mancher Online-Glücksspielangebote. Falls Sie sich unsicher sein sollten, ob ein konkretes Angebot an Ihrem Aufenthaltsort legal ist oder nicht, müssen Sie sich vor der Nutzung der PayPal-Services im Zusammenhang mit dem Angebot von der Legalität vergewissern;”

Zahlungsverkehr zwischen Online Casinos und PayPal ist demnach in Europa vollkommen legitim. Einschränkungen gibt es nur über den Aufenhaltsort. Da sich in Deutschland privatisiertes Glückspiel in einer rechtlichen Grauzone befindet, wird das Spielangebot dennoch gedulet. PayPal soll allerdings seinen Zahlungsverkehr gezielter prüfen und gegebenfalls blockieren.

Wie ist es hierzu gekommen?

Wie bereits erwähnt wächst der Druck aus behördlicher und verbraucherschutzorientierter Sicht enorm. Zusätzlich verklagen Anwälte diverse Zahlungsdienstleister auf Schadensersatz, da unter anderem der Zahlungsverkehr nicht gut genug geprüft wird. Finanzunternehmen müssen nicht konforme Transaktionen zum Schutz ihrer Kunden unterbinden, was zuvor nicht geschehen ist. Ein Rechtsanwalt einer bekannten Berliner Kanzlei sagt, dass Zahlungsdienstleister grundsätzlich Lizenzen prüfen müssen, bevor miteinander Geschäfte gemacht werden.

Obwohl bereits mehrfache Klagen, nicht nur gegen PayPal, an Landesgerichte weitergereicht wurde, gab es bisher keinen Erfolg für Anwälte. Das jüngste Urteil wurde damit argumentiert, dass das

Vertragsverhältnis nicht zwischen Kläger und Bank bestünde, sondern zwischen Kläger und Online Casino.

Welche Alternativen gibt es zu PayPal?

Neben PayPal gibt es weitere Online Casino Zahlungsmittel. Hierbei gehört PayPal nicht zu den beliebtesten. Am öftesten werden Kreditkarten und die E-Wallets von Skrill und Neteller genutzt. Ob genau diese Zahlungsmittel bereits auf der Blacklist von Behörden stehen ist noch nicht an die Öffentlichkeit vorgedrungen, abwägig ist dies jedoch nicht.

Weitere Anbieter für mobile Zahlungen drängen gerade in den Markt. Am bekanntesten ist wohl Apple Pay. Einige Anbieter akzeptieren Apple Pay sogar schon als Zahlungsmittel. Hier die Liste mit Apple Pay Online Casinos.

Zu recht, denn dieser Weg eine Zahlung durchzuführen ist einfach, sicher und von überall möglich. Benötigt wird nur ein Apple Kundenkonto.