Geschäftsmann mit Anzug.

Casinos Austria: neuer Chef

Die Casinos Austria AG (CASAG) hat mit Erwin van Lambert einen neuen Generaldirektor gefunden. Der Niederländer ist seit 2016 der CEO der staatlichen „Holland Casino“, die er im April 2022 für den Vorstandsposten der CASAG verlassen wird. Der österreichische Glücksspielkonzern ist seit geraumer Zeit auf der Suche nach einem geeigneten Nachfolger für die scheidende Chefin Bettina Glatz-Kremsner. Mit van Lambert scheint das Unternehmen nun den Wunschkandidaten akquiriert zu haben.

Position des Generaldirektors

Erwin van Lambert wird nach Angaben der CASAG am 01. April 2022 die Position des Generaldirektors übernehmen und damit die amtierende Chefin Glatz-Kremsner beerben. Der Niederländer bringt mit seiner Rolle als CEO der staatlichen „Holland Casino“ eine Menge Branchenerfahrung mit und besitzt große Expertise. So war er für rund 14 Casinos in den Niederlanden verantwortlich und gilt als Pionier auf dem Gebiet des Online-Glücksspiels.

In ihrem Statement gab Christine Catasta, Vorständin der mit 33,3 Prozent an der CASAG beteiligten „Österreichischen Beteiligungs AG“ (ÖBAG), zu Protokoll, dass das Unternehmen sehr glücklich darüber sein, mit van Lambert einen international erfahrenen Manager gewonnen zu haben. Der Niederländer sei ein erfahrener Experte und verfüge über ein umfassendes Verständnis der Glücksspielindustrie.

Einstimmige Entscheidung

Die CASAG hätte sich nach eigenen Angaben in allen Instanzen einstimmig für van Lambert entschieden. Dennoch sei im Vorfeld eine umfangreiche Kandidatensuche erfolgt. Die drei vielversprechendsten Anwärter habe der österreichische Glücksspielkonzern zu einer Anhörung vor den Nominierungsausschuss geladen. Letztlich ist dann die Wahl auf den Niederländer gefallen, der sich kurz darauf dem Aufsichtsrat vorgestellt hat.

Dieser ist der Empfehlung des Nominierungsausschusses gefolgt und hat van Lambert ebenfalls einstimmig für den Glücksspielmanager votiert. Aufgrund seiner langjährigen Erfahrung in der Glücksspielindustrie und seiner beeindruckenden Vita im Bereich Management und Unternehmensführung war der CASAG-Aufsichtsrat überzeugt von den Qualitäten des Niederländers. Dieser soll nun die Weichen für eine positive Entwicklung des österreichischen Glücksspielkonzerns stellen.

CASAG legt Wert auf Auswahlprozess

Die CASAG hat seit geraumer Zeit mit negativer Berichterstattung rund um die internen Aktivitäten zu kämpfen. So wurde die damalige Ernennung von Peter Sidlo zum Finanzvorstand äußerst kritisch angesehen, da viele Beobachter und Experten Vetternwirtschaft witterten. Um einen erneuten öffentlichen Fauxpas entgegenzuwirken und maximale Transparenz zu demonstrieren, verwies die CASAG auf ein präzise definiertes Auswahlverfahren.

Das Verfahren solle einen „neuen Stil“ der CASAG bei der Ernennung von Vorstandsmitgliedern symbolisieren und die Causa um Sidlo vergessen machen. Dieser wurde damals durch eine undurchsichtige Beziehung von Politik und Wirtschaft in sein Amt als Finanzvorstand berufen. Allerdings räumte er seinen Posten nur ein halbes Jahr später, da die öffentliche Kritik nicht abebbte. Mit dem transparenten und neuen Auswahlprozess erhofft sich die CASAG nun, dass sich solch ein Szenario nicht wiederholt.

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Über den Autor Avi Fichtner Mein Name ist Avi Fichtner und ich arbeite seit 12 Jahren im Bereich Glücksspiel. Ich habe mehrere große Informationsseiten aufgebaut und kenne mich bestens aus. Ebenfalls seit 12 Jahren beobachte ich die gescheiterten Regulierungsversuche in Deutschland und schreibe dazu.
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