Lampe leuchtet in einer Seitenstraße einer japanischen Stadt.

Mega-Casino in Japan

Der US-Glücksspielkonzern MGM plant nach übereinstimmenden Medienberichten ein Mega-Projekt in Japan, das mehr als neun Milliarden US-Dollar (7,6 Milliarden Euro) kosten soll. Konkret gehe es dabei um ein luxuriöses Casino-Resort. MGM erklärte jüngst in einer Pressemitteilung, dass das Bauvorhaben immer mehr Gestalt annehmen würde und die Realisierung gemeinsam mit dem japanischen Finanzkonzern Orix geplant sei.

Baurealisierung bis 2028

Das Casino-Resort soll in Osaka entstehen, entsprechend bemühe sich MGM derzeit um eine Casino-Lizenz für die Hafenstadt. Durch den Erwerb der staatlichen Konzession rechne der US-Glücksspielkonzern mit einer Investitionssumme jenseits der Marke einer Billion Yen. Aufgrund des gewaltigen Finanzaufwands und der langwierigen Baurealisierung gehen sowohl MGM als auch Orix von einer längeren Zeitspanne bis zur Eröffnung des Casinos-Resorts aus. Nach aktuellem Stand wird das Jahr 2028 als Deadline kommuniziert.

Das Mega-Projekt soll neben einem luxuriösen Casino auch zahllose Hotels und Restaurants beinhalten. Verschiedene Kultur- und Unterhaltungseinrichtungen sowie ein Konferenzzentrum seien ebenfalls geplant. Ein echtes Highlight soll zudem ein großer Anleger für Kreuzfahrtschiffe bilden. Die Verwaltung des gesamten Resorts wollen Orix und MGM gemeinsam übernehmen. Lediglich der Glücksspielbereich fällt in den alleinigen Zuständigkeitsbereich des US-Unternehmens.

Infrastruktur profitiert vom Resort

Das Casino-Resort soll nicht nur als Publikumsmagnet fungieren und zahlreiche Touristen nach Japan locken, sondern auch die Infrastruktur in Osaka aufwerten. So sind im Vorhaben nicht nur die Arbeiten am eigentlichen Resort angedacht. Im Bauantrag haben MGM und Orix zugesagt, circa 182 Millionen US-Dollar für die hiesige Infrastruktur bereitzustellen. Im Fokus stehe dabei eine Anbindung des vorgesehenen Baugrundstücks an das U-Bahnnetz der Stadt. In welche anderen Bereiche das Budget fließen wird, ließen die Planer jedoch bis dato offen.

Der Bauantrag liege nun bei den Behörden in Osaka, die das Angebot der beiden finanzstarken Unternehmen eingehend prüfen werden. Branchenexperten gehen jedoch davon aus, dass dieses Prozedere nur Makulatur ist und die Hafenstadt solch eine massive Investition in die hiesige Wirtschaft nicht ausschlagen wird. Sollte der Bauantrag genehmigt werden, haben die beiden Planer bis zum April 2022 Zeit, ein komplett ausgearbeitet Angebot an Japans Zentralregierung zu senden.

Japan öffnet sich dem Glücksspiel

Das Mega-Projekt dürfte der endgültige Beweis dafür sein, dass die japanische Regierung von ihrer konservativen Haltung gegenüber des Glücksspiels abgerückt ist. Denn per Gesetz sind gewinnbringende Spiele jedweder Art im Land strikt verboten. Entsprechend gibt es keine klassischen Spielhallen oder Casinos. Auch Online-Casinos sind untersagt. Mit dieser restriktiven Vorgehensweise soll die eigene Bevölkerung vor den potenziellen Gefahren des Glücksspiels geschützt werden.

Nichtdestotrotz lieben es die japanischen Bürger zu zocken. Absoluten Kultstatus genießen die bunten und schrillen Spielhallen, in denen „Pachinko“ gezockt werden kann. Hierbei handelt es sich um Geräte, die den westlichen Flipperautomaten ähneln. Allerdings stehen sie senkrecht. Geldgewinne gibt es zudem nicht, sondern ausschließlich Sachpreise. Prinzipiell ist „Pachinko“ mit Losbuden zu vergleichen.

Das jahrelange Glücksspielverbot in Japan neigt sich nun jedoch dem Ende. Bereits vor dem geplanten Bauabschluss des Casino-Resorts im Jahr 2028, soll es spätestens 2022 zur ersten Casinoeröffnung kommen. In Hokkaido, Sasebo, Yokohama und auch der Insel Yumeshima soll jeweils eine Spielbank mit klassischen Casinogames wie Roulette ihren Betrieb aufnehmen. Hinter den Plänen stecken unter anderem die Unternehmen Las Vegas Sands und Wynn Resorts.

Konkurrenz plant Casino in Wakayama

Japan gilt als unbefleckter Markt innerhalb der Glücksspielbranche. Bereits seit Jahren versuchen die Big Player aus den Vereinigten Staaten einen Fuß in die Tür zu bekommen. Durch die geplanten Bauprojekte von MGM, Las Vegas Sands und Wynn Resorts scheint es, als ob das jahrelange Einreden auf die japanische Regierung nun Früchte trägt.

Doch nicht nur US-Unternehmen wittern ihre Chance. So soll der französische Glücksspielkonzern „Partouche“ ebenfalls ein Projekt auf den Weg bringen. Geplant sei nach Medienberichten ein milliardenschweres Casino-Resort in der Präfektur Wakayama. Der französische Branchenakteur biete derzeit gemeinsam mit dem japanischen Investor Clairvest Neem Ventures für eine Casinolizenz. Insgesamt stehe eine Investition von rund 4,3 Milliarden US-Dollar im Raum.

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Über den Autor Markus Belz Mein Name ist Markus Belz und bin zum Fachmann in Sachen Online Casinos geworden. Ich schaue bei den Anbietern genau hin und teile auf onlinecasinosdeutschland.de mein Wissen und meine Erfahrungen aus der Welt des Online Glücksspiels.
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