Roulette Regeln: Anfänger- & Profitipps für den Glücksspielklassiker

Wenn es im Casino einen zeitlosen Klassiker gibt, den jeder Glücksspieler kennt, dann ist es sicherlich das Roulette. So wollen wir es uns natürlich nicht entgehen lassen, uns ausführlich mit diesem Spiel zu befassen. In unserem Ratgeber erklären wir den grundsätzlichen Spielablauf und stellen die wichtigsten Setzoptionen auf Tableau und Rennbahn vor.

Außerdem gehen wir detailliert auf die Auszahlungsschlüssel der einzelnen Optionen ein und erklären, wie sich die einzelnen Roulette-Varianten voneinander unterscheiden. La Partage-Regel, Infos zum Annoncen-Spiel sowie alle relevanten Strategieoptionen für das Kesselspiel komplettieren den Ratgeber.

Roulette Regeln: Allgemeiner Spielablauf schnell erklärt

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Im Grunde genommen handelt es sich beim Roulette-Spiel um ein relativ einfaches Spiel, wenn wir uns nur die Grundzüge anschauen. Zum Einsatz kommt ein Roulette-Kessel, auf dem die Zahlenwerte 0-36 in Rot oder Schwarz als Zahlenfelder (Grün bei der Null) aufgedruckt sind. Nach der Setzrunde wird eine Kugel in den Kessel geworfen und diese bleibt auf einem der Zahlenfelder stehen. Mit dieser Aktion wird die Gewinnzahl der Runde ausgelost.

In einer Setzrunde zuvor wetten Spieler auf bestimmte Setzoptionen wie zum Beispiel Rot oder Schwarz oder ganze Zahlenkolonnen. Davon gibt es beim Roulette so einige. Liegen die Spieler mit ihren Tipps richtig, erhalten sie anhand der angewendeten Auszahlungsschlüssel einen Gewinn. Wer falsche Vorhersagen trifft, verliert den gesamten Einsatz.

Die wichtigsten Begriffe, Setzoptionen & Auszahlungsschlüssel

Nach der allgemeinen Erklärung des Spielablaufs beim Roulette wollen wir uns nun mit den grundsätzlichen Roulette-Regeln befassen und erklären, welche Bedeutung die einzelnen Setz-Optionen in der Setzrunde besitzen. Die sogenannte Setzrunde findet statt, bevor die Kugel in den Kessel geworfen wird und Spieler keine Einsätze mehr tätigen können.

In der Setzrunde können Spieler ihre Einsätze auf dem Tableau platzieren. Auf dem Tableau selbst finden sich die Zahlenwerte 0-36 inklusive der entsprechenden Farben. Außerdem sind dort die Setzoptionen auf die drei 12er-Zahlenkolonnen zu sehen. Spieler tippen außerdem auf die ersten 18 oder die zweiten 18 Zahlen des Tableaus. Zu den einfachsten Optionen gehört dann das Wetten auf Gerade/Ungerade sowie Rot oder Schwarz. Je nach Spielehersteller kann die Anordnung unter den Zahlenfeldern variieren. Die Setzoptionen bleiben aber bei allen Roulette-Spielen identisch.

Alle Setzoptionen auf einen Blick

Die folgende Tabelle zeigt die einzelnen Setzoptionen mit den französischen Fachbegriffen. In der Erklärung wird die Wettoption kurz angerissen. Die Auszahlungsquote zeigt an, in welchem Verhältnis ein Gewinn zum Einsatz ausgezahlt wird. Und die prozentuale Gewinnchance erklärt, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass genau dieser Tipp zutrifft.

Bezeichnung Diese Zahlen werden getippt Auszahlungsschlüssel Wahrscheinlichkeit 
Plein Es wird genau auf eine einzelne Zahl getippt 35:1 2,8 %
Cheval Es werden genau zwei nebeneinanderliegende Zahlen auf dem Tableau getippt (z.B. 16/17) 17:1 5,4 %
Transversales Plein Es wird auf die Querreihe von drei Zahlen getippt (z.B. 16/17/18) 11:1 8,1 %
Les trois Premiers Es wird auf die ersten drei Zahlen getippt (0,1,2) 11:1 8,1 %
Carre In dem Fall wird auf vier verbundene Zahlen getippt (z.B. 17/18/20/21) 8:1 10,8 %
Les quatres Premiers Es wird auf die ersten vier Zahlen getippt (0,1,2,3) 8:1 10,8 %
Transversale simple In dem Fall werden zwei nebeneinanderliegende Querreihen getippt 5:1 16,2 %
Douzaines Es kann entweder auf die erste, die mittlere oder die letzte zwölfer Zahlenreihe getippt werden 2:1 32,4 %
Colonnes Zwölf Zahlen einer Kolonne werden vorhergesagt 2:1 32,4 %
Rouge/Noir Es wird die Farbe vorhergesagt 1:1 48,6 %
Impair/Pair Es wird vorhergesagt, ob die getroffene Zahl gerade oder ungerade ausfällt 1:1 48,6 %
Manque Steht für das Wetten auf die Zahlen von 1-18 1:1 48,6 %
Passe Steht für das Wetten auf die Zahlen von 19-36 1:1 48,6 %

Die verschiedenen Setzoptionen verstehen

Diese Tabelle liefert nicht nur Auskunft über die gängigsten Einsatzbezeichnungen, sondern auch über die Wahrscheinlichkeiten sowie die einzelnen Auszahlungsschlüssel. Wir nutzen diese Tabelle nun für die weiteren Erklärungen:

Der Tipp auf die einzelne Zahl bietet den höchstmöglichen Gewinn. Wer einen Euro einsetzt, erhält in diesem Fall 35 Euro Gewinn. Gleichzeitig besitzt dieser Tipp die niedrigste Wahrscheinlichkeit von gerade mal 2,8 Prozent. Demgegenüber stehen die sogenannten „einfachen Chancen“. Das sind die Einträge in der Tabelle mit einer Auszahlungsquote von 1:1. Dabei ist zu beachten, dass beim Wetten auf diese einfachen Chancen auch die Null im Kessel fallen kann. Diese Null ermöglicht es dem Casino, beim Roulettespiel einen grundsätzlichen Hausvorteil zu besitzen. Diese beträgt 2,7 Prozent. Das bedeutet, dass die Gewinnchance nicht bei genau bei 50 Prozent liegt, was eigentlich dem theoretischen Auszahlungsschlüssel entsprechen würde.

Mehrfache Chancen beim Roulette

Wesentlich interessanter als die einfachen Chancen und auch mit höheren Auszahlungsquoten verbunden sind die oberen Einträge der Tabelle mit Auszahlungsschlüsseln über 1:1. Wir fassen diese unter dem Begriff „mehrfache Chancen“ zusammen:

  • Den höchstmöglichen Gewinn bietet das Tippen auf eine einzelne Zahl.
  • Dicht gefolgt vom Tippen auf zwei aufeinanderfolgende Zahlen.
  • Bei der Transversales Plein, die beim amerikanischen Roulette auf den Namen Street hört, wird auf drei Zahlen gesetzt, die sich in einer Querreihe befinden.
  • Bei den Les trois Premiers (First Three) wird immer auf die ersten drei Zahlen 0,1 und 2 auf dem Tableau gewettet.
  • Das Carre (Corner) hingegen umfasst immer vier auf dem Tableau angrenzende Zahlen.
  • Unter dem englischen Begriff First Four wird das Les quatres Premiers geführt. In dem Fall wird immer auf die 0,1, 2 und 3 getippt.
  • Transversales simple (Six Line) erklärt sich anhand des englischen Fachbegriffs relativ einfach. Sechs Zahlen, zwei aufeinanderfolgenden Querreihen des Tableaus werden getippt.
  • Die Douzaines hören auf den Namen Dozenz bei amerikanischem Roulette. In dem Fall tippen Spieler auf das erste Dutzend (1-12), das mittlere Dutzend oder das letzte Dutzend.
  • Die Douzaines dürfen auf keinen Fall mit den Colonnes (Columns) verwechselt werden. Denn die Kolonnen stehen nicht für die Querreihen, sondern die Längsreihen der Zahlen. Sprich, die erste Kolonne umfasst die Zahlen 1,4, 7,10, …, 34.

Die Setzoptionen auf der Rennbahn

Speziell bei den angebotenen Live-Casino- oder Premium- und Pro-Varianten finden Spieler auch immer noch Wettoptionen auf dem Kessel. Umgangssprachlich auch Wetten auf die Rennbahn genannt. Hier kann zum Beispiel auf Nachbarn getippt werden. Über einen Schieberegler wird die Anzahl der Nachbarn festgelegt. Oftmals lassen sich diese Nachbarn über ein Mouseover anzeigen. Sprich, wenn der Mauszeiger über den Kessel oder die Rennbahnanzeige bewegt wird, werden automatisch die ausgewählten Nachbarn angezeigt.

Beim Zero-Spiel tippen Spieler auf sieben im Kessel nebeneinander liegende Zahlen rund um die Null. Die Null selbst wird eingeschlossen. Die große Serie auf dem Kessel umfasst 17 Zahlen. Es sind die nebeneinander liegenden Zahlen, die auf der rechten Seite der Rennbahn zu sehen sind. Sie beginnen bei der 22 und enden bei der 25. Auch die Null umfasst die große Serie.

Bei der kleinen Serie sind es dann nur zwölf im Kessel nebeneinander liegende Zahlen. In dem Fall sprechen wir über die 33,16, 24, 5,10, 23,8, 30,11, 36,13 und 27. Unter dem Begriff Orphelins wird eine Serie verstanden, die acht Zahlen umfasst. In dem Fall 1,20, 14, 31, 9, 17, 34 und 6.

Unterschiedliche Limitierungen für verschiedene Setzoptionen

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Weiterhin müssen wir im Zuge der Roulette-Regeln auf einen speziellen Aspekt eingehen, der die Roulette Limits in Casinos betrifft. In der Regel limitiert ein Online Casino die unterschiedlichen Setzoptionen mit bestimmten Einsatzwerten.
Das bedeutet, dass das Tippen auf einfache Chancen wie Rot/Schwarz oder Gerade/Ungerade bei vielen Casinos erst mit einem etwas höheren Einsatz von zum Beispiel 5 Euro möglich ist.

Hingegen kann zum Beispiel beim Tippen auf sehr risikoreiche mehrfache Chancen mit niedriger Wahrscheinlichkeit in der Regel mit niedrigeren Einsätzen getippt werden. Zum Teil sind dabei Beträge ab 0,50 Euro möglich. Die entsprechende Limitierung der einzelnen Setzoptionen findet sich in der zugehörigen Anleitung des Spiels. Hier lässt sich keine pauschale Bewertung festlegen, welche Limitierung, bei welcher Option genutzt wird. Als Faustformel sollte gelten: Je niedriger die Wahrscheinlichkeit, desto niedriger auch die Limitierung und umgekehrt!

Roulette Regeln: So unterscheiden sich französisches, amerikanisches und deutsches Roulette

Speziell im Online-Casino-Segment treffen Spieler immer wieder auf unterschiedliche Varianten, die sich dann zum Beispiel französisches, deutsches oder amerikanisches Roulette nennen. Hier gibt es zwei Aspekte, die beachtet werden müssen. Zum einen werden die Begrifflichkeiten beim französischen Roulette auf Französisch auf dem Tableau angezeigt. Bei einem deutschen Roulette werden diese auf Deutsch angezeigt. Gleichzeitig kommt die La Partage-Regelung nur bei französischem Roulette zum Einsatz. Dazu mehr im nächsten Abschnitt.

Beim amerikanischen Roulette fallen die Begriffe auf Englisch. Wesentlich relevanter ist, dass sich das amerikanische Roulette vom französischen und europäischen Roulette unterscheidet. Zum einen ist die Anordnung der Zahlenfolge im Kessel anders. Zum anderen findet sich beim amerikanischen Roulette zweimal die Null. Dadurch steigt der Hausvorteil für das Casino auf 5,26 Prozent.

La Partage / En Prison: Diese Roulette Regeln muss jeder Spieler verstehen

Die La-Partage-Roulette-Regel ist ein Spezialfall unter den Roulette-Regeln, der oft für Verwirrung sorgt. Diese Regel kommt beim Frech Roulette zum Einsatz. Die Regelung betrifft ausschließlich einfache Chancen. Sprich, die Optionen aus der Tabelle mit einer Auszahlung von 1:1. Bei Anwendung der Regel und Treffen der Null im Kessel sind diese Einsätze nicht verloren. Spieler haben in einem solchen Fall zwei Möglichkeiten:

  1. Sie wählen La Partage und erhalten die Hälfte ihrer Einsätze zurück, die sie auf diese einfachen Chancen platziert haben. Das Setzen geht in der nächsten Runde wieder von vorn los.
  2. Alternativ setzen Spieler auf die Variante En Prison. Dann bleiben die Einsätze auf den einfachen Chancen auf dem Tisch liegen sind gesperrt.

Ablauf En Prison: Eine neue Runde beginnt und wenn in dieser verloren wird, sind die gesperrten Einsätze komplett verloren. Wenn Spieler in der Runde richtig liegen, wird dadurch der Einsatz entsperrt. Es ist noch kein Gewinn entstanden. Der entsperrte Einsatz bleibt weiterhin auf dem Tisch liegen. Nun wird erneut eine Runde gespielt. Verliert der Spieler in dieser Runde, ist der entsperrte Einsatz komplett verloren. Gewinnt der Spieler diese jedoch, ist die Wette nun endgültig gewonnen und wird im Verhältnis 1:1 ausgezahlt. In äußerst ungewöhnlichen Fällen kann es vorkommen, dass die Null im Zuge dieser erneuten Runden getroffen wird. Dann ist der Einsatz sozusagen doppelt gesperrt und muss doppelt entsperrt werden.

Es geht auch ohne En Prison

Viele Online Casinos passen diese Regelung ihren persönlichen Vorgaben an. Dann wird zum Beispiel auf En Prison verzichtet. Beim Treffen einer Null und Setzen auf einfache Chance gibt es in dem Fall immer den halben Einsatz zurück. Der Einsatz dieser Regelung wirkt sich auch auf den Hausvorteil des Casinos aus. Wenn diese Regel beim französischen Roulette zum Einsatz kommt, reduziert sich der Hausvorteil von 2,7 Prozent auf ca. 1,35 Prozent.

An dieser Stelle ist es besonders wichtig, darauf hinzuweisen, dass diese Reduktion des Hausvorteils sich natürlich nur auf die einfachen Chancen bezieht. Die mehrfachen Chancen besitzen weiterhin den Hausvorteil von 2,7 Prozent. Der Spieler sollte insbesondere nach Varianten mit Anwendung dieser Regel Ausschau halten, wenn er zum Beispiel mit der Martingale-Strategie spielen will, bei der ausschließlich mit einfachen Chancen gearbeitet wird!

Die bekanntesten Roulette-Strategien im Überblick

Mit dem ausführlich vorgestellten Roulette-Regelwerk, ist es den Spielern nun möglich, Schritt für Schritt ihre individuellen Strategien umzusetzen. Damit ist gemeint, dass zum Beispiel vorhandene Roulette-Strategien persönlichen Einsatzlimitierungen angepasst werden. Wer sich mit den gängigsten Roulette-Strategien kennt, wird es einfacher haben, eine ganz persönliche Vorgehensweise zu entwickeln, die zu den eigenen Risikoanforderungen und Gewinnerwartungen passt.

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Die gängigsten Grundstrategien, die Spieler beim strategischen und disziplinierten Roulette-Spiel nutzen können, stellen wir nun kurz vor und erklären auch ihre Vor- und Nachteile. Welche Roulette-Taktiken lohnen sich und gibt es eine Möglichkeit, das Casino zu überlisten?

Martingale

Bei der sogenannten Martingale-Strategie handelt es sich um eine sehr einfache Setzstrategie. Sie eignet sich daher auch für weniger erfahrene Spieler, die sich einen unkomplizierten Einstieg in die Welt der Roulette-Strategien wünschen.

  1. Es wird eine einfache Chance, zum Beispiel Rot, gewählt. Ein erster Einsatz wird platziert.
  2. Bei nicht Treffen der roten Farbe wird erneut auf Rot gesetzt. Der Einsatz wird verdoppelt.
  3. Liegt der Spieler nun erneut daneben, wird der Einsatz erneut verdoppelt.

Sobald der Spieler mit dieser Verdoppelungsstrategie die rote Farbe trifft, hat er einen sicheren Gewinn eingespielt. Dieser fällt immer nur so hoch aus, wie der erste Einsatz.

Tischlimits als Gefahr für die Martingale-Strategie: Damit Spieler dieses Spiel nicht unendlich fortführen können, haben Casinos Tischlimits eingeführt. Das bedeutet, dass Spieler, die kontinuierlich verdoppeln müssen, weil sie ständig daneben liegen und eine Pechsträhne haben, früher oder später mit dieser Verdopplungsstrategie an das Tischlimit stoßen und die Strategie so nicht aufgeht.

Hohe Kapitalanforderungen: Außerdem ist es notwendig, für sehr kleine Gewinne einen sehr hohen Guthabenberg im Hintergrund zu haben. Wer zum Beispiel mit 100 Euro Einsatz startet, damit sich das Ganze auch lohnt, würde bei einer Pechsträhne die folgenden Verdoppelungen brauchen: 100, 200, 400, 800, 1.600, 3.200. Bereits beim fünften Durchlauf muss ein Einsatz von 1.600 Euro gewählt werden. Und hier besteht jetzt die Gefahr, sehr schnell an die Limitierung der Setzoption oder das generelle Tischlimit zu stoßen.

Vor- und Nachteile der Martingale-Strategie

Vorteile

  • Einfach zu verstehen
  • Transparente, übersichtliche Vorgehensweise
  • Für Einsteiger geeignet

Nachteile

  • Der Spieler muss teils hohe Beträge für vergleichsweise kleine Gewinne riskieren
  • Tischlimits können Martingale ein Ende setzen
  • Die Null bietet dem Casino immer einen Vorteil

D’alembert

Die D’alembert Strategie basiert ebenso wie Martingale auf einer negativen Progression, wobei hier die Progression weitaus flacher ist. Die Einsätze steigen nicht so schnell an und die Tischlimits sind auch nicht so schnell erreicht. Bei der D’Alembert-Strategie wird davon ausgegangen, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ein Ereignis eintrifft, erhöht wird, solange das Gegenereignis eintrifft:

  1. In der Praxis sieht das so aus, dass auf eine einfache Chance wie Rot fünf Euro gesetzt werden.
  2. Wenn der Spieler gewinnt, wiederholt er diesen Einsatz mit fünf Euro. Wenn der Spieler verliert, erhöht er seinen Einsatz um fünf Euro auf zehn Euro.
  3. Verliert der Spieler erneut, wird nicht verdoppelt, sondern erneut fünf Euro Einsatz obendrauf gesetzt und mit 15 Euro gespielt.
  4. Sobald der Spieler gewinnt, wird der Einsatz wieder um fünf Euro reduziert.

Vor- und Nachteile der D’Alembert-Strategie

Vorteile

  • Flachere Progression als zum Beispiel bei Martingale
  • Dadurch erreicht der Spieler bei einer Pechsträhne nicht so schnell die Tischlimits
  • Einfach zu verstehen und nicht viel Erfahrung erforderlich

Nachteile

  • Die Gewinne sind vergleichsweise gering
  • Ein Gewinn reicht nicht immer aus, um vorherige Verluste wettzumachen
  • Es ist notwendig, viel häufiger zu gewinnen als zu verlieren

Fibonacci

Das Fibonacci System basiert auf der unendlichen Fibonacci-Zahlenreihe: 1-1-2-3-5-8-13-21-34-55-89-144-233-… Die Summe der beiden vorherigen Zahlen ergibt den folgenden Zahlenwert. Sprich 2 + 3 = 5. 8 + 13 = 21 und so weiter:

  1. Die Einsätze folgen nun dieser Zahlenreihe. Es wird bei jedem Verlust der letzte Zahlenwert als Einsatz gewählt. Sprich, es wird mit einem Euro begonnen, bei einem Verlust erneut ein Euro Einsatz gewählt.
  2. Beim erneuten Verlust zwei Euro. Wird erneut verloren, drei Euro usw.
  3. Wenn gewonnen wird, wird auf dem letzten Einsatz stehen geblieben.

Problem der Strategie ist, dass man relativ frühzeitig an das Tischlimit stoßen wird, da wir über relativ hohe Zahlenwertigkeiten sprechen. Daher muss bei dieser Strategie ein Verlustlimit gesetzt werden. Wird dieses erreicht, ist die Strategie nicht aufgegangen und Spieler müssen den Verlust hinnehmen.

Vor- und Nachteile der Fibonacci-Strategie

Vorteile

  • Einfache Vorgehensweise
  • Transparente Abläufe
  • Vergleichsweise geringe Progression bei den ersten Durchläufen

Nachteile

  • Tischlimits können die Fibonacci-Strategie sprengen
  • Hohe Budgetanforderungen bei Pechsträhnen
  • Die Strategie geht nicht immer auf und der Spieler steht vor einem Totalverlust

Paroli

Die sogenannten Paroli Roulettestrategie beruht auf einem sehr einfachen Prinzip. Bei jedem Gewinn wird der Einsatz erhöht. Sozusagen das klassische Gegenteil vom Martingale-System:

  1. Sprich, es wird mit einem Einsatzwert begonnen und wenn auf den Tipp auf eine einfache Chance ein Gewinn folgt, wird nun der Einsatz verdoppelt.
  2. Wird erneut gewonnen, wird erneut verdoppelt.
  3. Sobald verloren wurde, wird wieder mit dem ersten Einsatz begonnen.

Diese Strategie eignet sich mehr für Serien am Roulettetisch. Sprich, wenn Spieler erkennen, dass zum Beispiel eine einfache Chance rot mehrfach in Folge getroffen wird.

Vor- und Nachteile der Paroli-Strategie

Vorteile

  • Einfach zu verstehen, daher gut für Einsteiger geeignet
  • Disziplinierte Spielweise gut umsetzbar
  • Verluststrähnen lassen sich vergleichsweise gut verschmerzen

Nachteile

  • Es ist nicht sicher, dass die erzielten Gewinne bisherige Verluste immer wettmachen
  • Das Casino ist natürlich auch hier wegen der Null immer im Vorteil

Labouchere

Unter der Labouchere Strategie verstehen wir, dass Spieler im Vorfeld einen Gewinn festlegen. Nehmen wir für das Beispiel 100 Euro. Der Zahlenwert von 100 wird nun in eine fünfstellige Zahlenreihe verwandelt, deren Summe 100 ergibt. Die könnte so aussehen: 5+25+30+22+18.

  1. Jetzt wird auf eine einfache Chance wie Rot gesetzt. Als Einsatz wird die Summe aus der ersten und letzten Zahl gewählt. In unserem Fall 5+18=23.
  2. Wenn wir mit diesem Tipp einen Gewinn generieren, werden die beiden Zahlen von der Liste entfernt. Unsere Liste sieht nun so aus: 25+30+22.
  3. Es wird erneut die Summe aus erster und letzter Zahl gezogen. Bei uns 25+22= 47. Es werden nun 47 Euro auf die einfache Chance gesetzt.
  4. Wenn wir nun verlieren, erweitern wir unsere Dreier-Zahlenreihe um den Verlustwert. Unsere Zahlenreihe sieht dann folgendermaßen aus 25+30+22+47.
  5. Nun wird erneut auf die einfache Chance Rot gesetzt. Es wird wieder aus erster und letzter Zahl die Summe berechnet. In dem Fall setzen wir also 25+47=72 Euro.
  6. Im Idealfall wird nun wieder gewonnen und die ersten und die letzte Ziffer der Liste entfernt. Andernfalls wird sie um den Wert „+72“ erweitert. Wir haben aber gewonnen und unsere Liste sieht nach dem Gewinn folgendermaßen aus 30+22.
  7. Wir setzen erneut auf Rot und zwar 30+22=52. Im Idealfall gewinnen wir und haben die Liste komplett durchgespielt.

Es wird nach Ende eines Durchlaufs eine neue Zahlenreihe gebildet, bei der genau wie in unserem Beispiel zuvor ein Gewinnbetrag überlegt wird, den der Spieler anschließend auf fünf Zahlen aufteilt.

Vor- und Nachteile der Labouchere-Strategie

Vorteile

  • Strategische und disziplinierte Spielweise umsetzbar
  • Der Spieler kann bei der Planung des Vorgehens flexibel vorgehen

Nachteile

  • Nicht ganz so einfach zu verstehen
  • Verluststrähnen können teuer werden
  • Die Strategie geht längst nicht immer auf